Flachrohr liefert günstig Luft
Das Hotel Aarau West in Oberentfelden mit 70 Zimmern
Ein Hotel mit 70 Zimmern
wird über eine Komfortlüftung versorgt. Der Serieneffekt macht eine
raffinierte Luftführung kostengünstig.
Aarau West heisst das Hotel und
dort steht es auch, in der Nähe eines Golfplatzes – eine gute Lage,
abgesehen von einer Regio-nalbahnlinie, die das Grundstück einseitig
begrenzt. Doch vom Verkehr bekommen die Gäste wenig mit. Denn die 70
Doppelzimmer und die gemeinschaftlichen Räume sind mit einer
Komfortlüftung ausgerüstet. Dafür arbeiten im Technikgeschoss zwei
Lüftungszentralen, eine für die Hotelzimmer, eine für die Grossräume.
Die Luftverteilung erfolgt über 12 Stränge mit einem Luftvolumenstrom
von je 180 m3, insgesamt sind es 2160 m3. Jeder Strang versorgt 6 Zimmer, im Dachgeschoss deren 5. Die spezifische Zuluftrate je Zimmer beträgt also 30 m3. Zwei Punkte sind besonders erwähnenswert: die Luftführung in den Zimmern und die Kostensituation.
Luftführung
Von den Steigschächten strömt die Zuluft über einen Schalldämpfer in die Zimmer. Das Zuluftrohr, ein ovales Flachrohr, ist zwischen dem Zementunterlagsboden und der Betondecke eingelegt. Das ergibt diesen Aufbau: Teppich (10 mm), Zementunterlagsboden (77 mm), PE-Folie, »Filz« aus Glaswolle (3 mm), Lüftungskanäle (57 mm), dazwischen Ausgleichsdämmung aus Mineralwolle (60 mm), Trittschalldämmung (10 mm), Betondecke (250 mm), Weissputz (10 mm). Das Flachrohr mündet in einen Konvektor, der vor der Balkontüre in den Fussboden eingelassen ist. Dieser Konvektor wird über die hydraulische Verrohrung mit Wärme aus der Gasheizung versorgt. Der Wärmeleistungsbedarf beträgt 400 Watt (rund 20 W/m2).
Kosten
Aufgrund der grossen Zimmerzahl ergeben sich geringe spezifische Kosten. Kostendämpfend wirkt sich auch der Serieneffekt aus, denn die Zimmergrundrisse sind identisch. 1385 Fr. kostete die Lufterneuerung für ein Zimmer (ohne Honorare), insgesamt 97'000 Fr. Im Vergleich zu einem Einfamilienhaus sind die Kosten je Zimmer um mindestens 1000 Fr. tiefer.
Text: Othmar Humm
Luftführung
Von den Steigschächten strömt die Zuluft über einen Schalldämpfer in die Zimmer. Das Zuluftrohr, ein ovales Flachrohr, ist zwischen dem Zementunterlagsboden und der Betondecke eingelegt. Das ergibt diesen Aufbau: Teppich (10 mm), Zementunterlagsboden (77 mm), PE-Folie, »Filz« aus Glaswolle (3 mm), Lüftungskanäle (57 mm), dazwischen Ausgleichsdämmung aus Mineralwolle (60 mm), Trittschalldämmung (10 mm), Betondecke (250 mm), Weissputz (10 mm). Das Flachrohr mündet in einen Konvektor, der vor der Balkontüre in den Fussboden eingelassen ist. Dieser Konvektor wird über die hydraulische Verrohrung mit Wärme aus der Gasheizung versorgt. Der Wärmeleistungsbedarf beträgt 400 Watt (rund 20 W/m2).
Kosten
Aufgrund der grossen Zimmerzahl ergeben sich geringe spezifische Kosten. Kostendämpfend wirkt sich auch der Serieneffekt aus, denn die Zimmergrundrisse sind identisch. 1385 Fr. kostete die Lufterneuerung für ein Zimmer (ohne Honorare), insgesamt 97'000 Fr. Im Vergleich zu einem Einfamilienhaus sind die Kosten je Zimmer um mindestens 1000 Fr. tiefer.
| Beteiligte Hotel Aarau West 5036 Oberentfelden Dominik Wyss Architekt Lämmli Architektur AG 5000 Aarau aarau@laemmli.ch Planung Lüftung Peter Keller + Partner 5000 Aarau mail@kellerplan.ch Konzept und Lieferung Schalldämmung und Rohrleitungen Elcotherm 8810 Horgen r.grosswiler@elcotherm.ch |
Text: Othmar Humm
